Wir sind ausdrücklich für Freude geschaffen! - Ein Gespräch mit Stewart Blackburn, Hawai'i (Teil 3)

Ich freue mich so sehr, dass ich Gelegenheit hatte, ein sehr inspirierendes Gespräch mit dem Autor, Huna-Lehrer und "Shaman of Pleasure" Stewart Blackburn zu führen! Einmal quer über den Globus von Big Island, Hawai'i nach Bayern, Deutschland teilt Stewart zahlreiche wertvolle Impulse und transformierende Einsichten aus der ebenso kraft- wie freudvollen spirituellen Weisheit Hawai'is mit uns. Der Text ist das deutsche Transkript eines Video-Interviews, das Du in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln auch auf meinem YouTube-Kanal ansehen kannst. Falls Du die Teile 1 und 2 verpasst hast, kannst Du sie hier und hier nachlesen.

Hier kommt Teil 3:

Christoph: Es gibt eine alte hawaiianische Geschichte, die "Die Schale des Lichts" heißt. Kennst Du sie?

 

Stewart: Ja.

 

Christoph: Kannst Du uns die noch erzählen? Ich finde sie so schön.

 

Stewart: Ja... leider wurde sie etwas missbraucht von der Werbung... Annheuser Busch (Anm.: amerikanische Brauerei), glaube ich, hat sie in "Eine Schale Bud Light" umgetauft... 

 

Christoph: Ok?!

 

Stewart: (lacht) Nein, das ist jetzt natürlich ein Scherz. Das meine ich nicht ernst. Nein, nein, also: Die Schale des Lichts. Das ist ein wundervolles Konzept! Wir alle wurden geboren mit unserer persönlichen Schale des Lichts. Und wir können dieses Licht leuchten lassen und das genießen, so viel wir möchten. Aber jedesmal, wenn wir Kritik begegnen, Hass, einem harten Gefühl oder Groll, ist es, als ob wir einen Stein in diese Schale legen. Und dann ist da nicht mehr soviel Platz für das Licht. Und wenn wir immer mehr solcher Steine in die Schale legen, dann ist irgendwann überhaupt kein Platz mehr für das Licht. Wir müssen also die Steine wieder herausnehmen! Den Hass, den Groll, die Kritik, den Ärger, die Enttäuschung... lass sie los! Und halte an Deiner Schale des Lichts fest. Der Liebe, die in Deinem Herzen ist. Und je mehr Du diese Schale des Lichts und die Liebe in Deinem Herzen als heilig behandelst, umso glücklicher kannst Du sein. Und umso erfolgreicher wirst Du und auch Deine Nächsten sein.

 

Christoph: Ja. Wunderbar. Ich glaube, man sagt "Huli your Bowl!" - Dreh die Schale einfach um und wirf all die Dinge raus, die da drin sind! Und was bleibt, ist das Licht, das Dein wahres Wesen ist und immer da ist.

Stewart: Also wo wir gerade über unser wahres Wesen sprechen: es ist wichtig, dass wir beginnen, uns mit unserem wahren Wesen zu identifizieren. Das ist unser Inneres, dort ist unser wahres Wesen. Ich lade die Menschen ein, ihr Inneres zu erkunden und für sich selbst zu entdecken, was das ist, wie es funktioniert und wie machtvoll es ist! Denn es ist dieses wahre Selbst in uns, das anders funktioniert, als die äußere Welt. Du hast ein anderes Gefühl, wer Du bist, wenn Du Dich mit Deinem inneren, wahren Wesen identifizierst. Und Du bist wesentlich machtvoller, wenn Du Dir Deines inneren wahren Wesens bewusst bist und von dort aus agierst. 

 

Christoph: Ja absolut. Hast Du eine praktische Übung für uns, mit der wir dieses Gefühl erfahren können, in unserem inneren wahren Wesen zuhause zu sein?

Stewart: Wenn Du beispielsweise meditierst und Dir erlaubst, still zu sein und nicht zu denken, sondern zu fühlen. Das ist der Punkt: Gefühle sind die Erfahrungs-ermöglicher unseres wahren Wesens. 

Wenn wir Schönheit fühlen. Wenn wir Begeisterung fühlen. Das sind sehr große und recht einfache Wege, unser wahres Wesen zu erfahren. Aber all unsere Gefühle sind im Grunde Erfahrungsermöglicher unseres wahren Selbst. Also: wenn wir z.B. in der Natur sind, ist es leicht, unser wahres Wesen zu fühlen. Und in stiller Mediation können wir das auch. Aber es gibt sehr sehr viele Wege, das zu tun. Der eine oder andere, der sich für Tantra interessiert, kennt vielleicht das Vijnanabhairava, das 112 Wege zeigt, "um zu Gott zu gelangen". Gott ist hier nur eine andere Bezeichnung für unser inneres wahres Wesen. Es gibt also sehr sehr viele Wege, dorthin zu gelangen. Die Frage ist dann, was machst Du, wenn Du da angekommen bist? (lacht) Ganz einfach: Du kannst das Universum erkunden! Aber es gibt jedenfalls ganz viele verschiedene Arten, dahin zu gelangen. Einige Menschen tanzen. Einige chanten für eine lange Zeit. 

Es gibt soviel Wege, das zu tun, wenn Du still bist und darauf achtest, was Du fühlst! Soviele Menschen haben soviele Gedanken in ihrem Kopf. Und das hält sie davon ab, wirklich in die tieferen Zustände zu gelangen. Diese Gedanken, dieser "Monkeymind", wenn wir so wollen, ist ein Resultat von Anspannung. Wir sollten uns also entspannen. Wenn wir uns aber darauf konzentrieren, und willentlich versuchen, uns zu entspannen, wird das eher stressig und klappt erst recht nicht. Ich empfehle, dass wir darauf achten, was wir fühlen. Erlaube Dir, einfach nur zu fühlen. 

Und wenn Du das eine Zeit lang machst, wirst Du bald feststellen, dass Du Dich sogar in andere Menschen einfühlen kannst. Du kannst Dich einfühlen in Bäume und Pflanzen. Du kannst Dich einfühlen in die Erde. Und Du kannst Deinen inneren Sinnen, die Teil Deines inneren, wahren Wesens sind, erlauben, Dir viel mehr darüber zu verraten, was vor sich geht, als Deine fünf Sinne es jemals könnten. Dort ist auch Deine Intuition.

Wenn Du Dir also erlaubst, auf Deine Intuition zu hören, ihr erlaubst, zur richtigen Zeit, zu Dir zu kommen, dann kannst Du viel mehr Informationen und eine ganz neue Dimension zu Deinem Leben hinzufügen. Aber es geht dabei einfach darum, herauszufinden, was für Dich funktioniert, in Hinblick darauf, still zu sein, zu fühlen und Deinen inneren Sinnen zu erlauben, Informationen aufzunehmen und Erfahrungen zu machen, die Du sonst nicht machen würdest. 

 

Christoph:  Ja. Und finde die Praxis, die sich für DICH gut anfühlt.

 

Stewart: Richtig.

 

Christoph:  Ja wunderbar! Ich bin sehr dankbar, dass wir dieses Gespräch führen konnten! Wie wir schon gesagt haben: viele dieser Ideen sind in vielen Kulturen der Welt entstanden. Nicht nur in der hawaiianischen. Aber was Du über die Isolation gesagt hast, finde ich interessant, denn von Isolation denken wir zunächst mal, dass das etwas Schlechtes ist, isoliert zu sein. Aber in diesem Fall enthält es so etwas wie einen Schatz für die ganze Menschheit.

 

Stewart:  Absolut.

 

Christoph: Also - lasst uns Aloha vermehren! Lasst uns Freude und Vergnügen erfahren! Und lasst uns sehen, wohin es uns führt, oder?

 

Stewart:  Ja absolut!

 

Christoph:  Herzlichen Dank, MAHALO NUI für dieses Gespräch, einmal um den Erdball! Das ist fantastisch.

 

Stewart:  Sehr sehr gerne, Christoph! Ich habe unser Gespräch wirklich genossen. Und ich wünsche Dir ganz viel Frieden und Liebe und soviel Freude, wie Du meistern kannst! (lacht)

 

Christoph:  Yeah! Und ich freue mich sehr darauf, Dein Buch "Its Time to come Home" fertig zu lesen. Ich bin grade mittendrin und mag es sehr.

 

Stewart: Sehr gut.

 

Christoph: Also - Mahalo nui und hab einen großartigen Tag auf der wunderbaren Big Island of Hawai'i!

 

Stewart: (sieht aus dem Fenster) Oh jetzt ist es wieder sonnig!

 

Christoph: Ja hier war es heute auch sonnig. Wir haben jetzt Frühling und sind auf dem Weg in den Sommer... Jetzt wird das Wetter fast wie in Hawai'i. Aber nur fast... (lacht)

 

Stewart: Sehr gut. Ich danke Dir und ich hoffe, wir werden uns demnächst mal wieder unterhalten.

 

Christoph:  Ja das wäre großartig! Mahalo! Bye bye!

 

Stewart:  Bye bye! Aloha!


Mehr über Stewart Blackburn, den "Shaman of Pleasure" findest Du auf seiner Website unter: www.stewartblackburn.com

 

P.S.: Wäre es nicht schön, sich vollkommen wohl zu fühlen und zu fühlen, dass es Dir immer gut geht? Stewarts neuestes Buch, „It’s Time to Come Home“, zeigt einen Weg, um zu dem Gefühl zurückzukehren, in uns selbst zu Hause zu sein. 

Übrigens:

Wenn Du Lust hast, die Wunder von Stewarts Heimat, Big Island, Hawai'i live zu erleben, hast Du dazu  Anfang kommenden Jahres bei unserer Huna-Reise nach Big Island und Kaua'i die Gelegenheit!

Für weitere Infos, einfach auf das Bild klicken. :)


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