Wir sind ausdrücklich für Freude geschaffen! - Ein Gespräch mit Stewart Blackburn, Hawai'i (Teil 2)

Ich freue mich so sehr, dass ich Gelegenheit hatte, ein sehr inspirierendes Gespräch mit dem Autor, Huna-Lehrer und "Shaman of Pleasure" Stewart Blackburn zu führen! Einmal quer über den Globus von Big Island, Hawai'i nach Bayern, Deutschland teilt Stewart zahlreiche wertvolle Impulse und transformierende Einsichten aus der ebenso kraft- wie freudvollen spirituellen Weisheit Hawai'is mit uns. Der Text ist das deutsche Transkript eines Video-Interviews, das Du in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln auch auf meinem YouTube-Kanal ansehen kannst. Falls Du Teil 1 verpasst hast, kannst Du ihn hier nachlesen.

Hier kommt Teil 2:

Christoph: Dann lass uns doch jetzt ein wenig über Aloha sprechen, ok?

 

Stewart: Ok. Wunderbar.

 

Christoph: Denn was ich gleich so sehr mochte an Huna, als ich zum ersten mal davon hörte, war dass es ein Wissen in sich trägt, das ich schon seit ich denken kann in mir fühle, nämlich dass es eine Verbindung gibt zwischen Freude und Liebe.

 

Stewart: Absolut.

 

Christoph: Serge Kahili King hat ja die 7 Huna-Prinzipien beschrieben und das 5. Prinzip ist "Aloha". Und er übersetzt das mit "Zu lieben heißt, glücklich zu sein mit..." Kannst Du uns also ein wenig erzählen über die Verbindung zwischen Freude und Liebe? Ich habe immer so einen Satz im Kopf, der heißt: "Die Freude ist der Schlüssel zur Liebe und die Liebe ist der Schlüssel zum Universum." Kannst Du dazu etwas sagen? Ist das stimmig für Dich? Wo ist die Verbindung?

Stewart: Ok. Also: Lieben heißt, glücklich zu sein mit etwas, oder jemandem. Das bedeutet, dass Du eine Verbindung herstellst zu jemandem oder etwas und auf schöne und einfache Weise einen Energieaustausch ermöglichst. Glücklich zu sein mit jemandem oder etwas, bedeutet nun, zu erlauben, dass die, der oder das genau das sind, was sie sind und das tun, was sie tun. Das heißt jede Art von Kritik bricht das Aloha. Wenn Du nicht glücklich bist mit jemandem oder etwas, dann gibt es da kein Aloha, keine Liebe. Es ist also sehr wichtig, mit uns selbst in Aloha zu sein, uns nicht selbst zu kritisieren, aber auch andere Menschen nicht zu kritisieren. 

Manchmal bemerken wir, dass wir uns schlecht fühlen, wenn wir uns selbst kritisieren. Wenn wir uns selbst wertschätzen und uns ein Kompliment machen, dann fühlen wir uns gut. Dasselbe gilt aber auch, wenn wir jemand anderen kritisieren. Dann fühlen wir uns schlecht. Und wenn wir jemand anderen wertschätzen oder ihm ein Kompliment machen, fühlen wir uns gut. Dein Körper unterscheidet da also nicht. Er bezieht jede Kritik und jedes Lob auf sich. 

Die Idee, dass Liebe... ich weiß nicht mehr genau, was Du gesagt hast, aber es ging in die Richtung "Schlüssel zum Universum"... Ja. Liebe ist im Grunde ein Seins-Zustand. Eine praktische Erklärung dafür ist: wenn Du jemanden liebst, dann fühlst Du Dich sehr gut, wenn Du an denjenigen denkst. Aber das bedeutet nicht, dass Du etwas für denjenigen tust, oder derjenige etwas für Dich tut. Sondern es heißt einfach nur, wenn Du an denjenigen denkst, dann fühlt sich das gut an. Um also glücklich und in der Freude zu sein, sollten wir mit einem so großen Teil des Universums in dieser offenen Verbundenheit stehen, wie wir können. Du musst nicht mit jedem klarkommen und nicht jeder wird mit Dir klarkommen. Und das ist ok. Aber je mehr wir Menschen und Dinge und alles um uns herum wertschätzen - das bedeutet, den Wert zu erkennen, von allem, was wir wahrnehmen - umso glücklich werden wir sein!

Ich habe jetzt eine kleine Übung für Dich und die Zuschauer. Ich werde sie jetzt an Dich richten, aber ich lade alle, die das sehen, ein, das selbst zu machen! 

Also: auf einer Skala von 1 bis 10, wie gut fühlst Du Dich gerade?

 

Christoph: Hm... ich bin gerade ein wenig müde, also vielleicht... 6.

 

Stewart: Ok. Super. So. Ich bitte Dich jetzt, Dich für die nächsten 60 Sekunden, still im Raum umzusehen und Dinge zu finden, die Du wertschätzen und für die Du dankbar sein kannst. Ich stoppe die Zeit mit meiner Schamanen-Uhr (zeigt auf seinen nackten Arm, an dem er keine Uhr trägt). Also mach das für 60 Sekunden, in denen Du soviel wertschätzt, wie Du kannst. Du kannst auch manches mehrfach wertschätzen, aber verbringe die nächsten 60 Sekunden damit, Wertschätzung und Dankbarkeit zu empfinden. Ich sage Dir, wann's losgeht... (schmunzelt) ich warte noch bis der Sekundenzeiger wieder oben ankommt... Ok, losgehts! 

Stewart: Ok. Das waren 60 Sekunden. Auf einer Skala von 1 bis 10: wie fühlst Du Dich?

 

Christoph: (nickt zufriedenHm... ja... 8-9...

 

Stewart: Ok. Und das war jetzt nur eine Minute der Wertschätzung und Dankbarkeit! Und Du fühlst Dich um einiges besser!

 

Christoph: Ja.

 

Stewart: So machtvoll ist das... Auch wenn es z.B. um Manifestation geht... wenn Du etwas manifestieren möchtest... Wertschätze das, was Du manifestieren möchtest! Fühle Dich gut damit! Also: der ganze Trick bei all dem ist, dass wir unsere Energie lenken, indem wir unsere Gedanken lenken. Und Gedanken der Wertschätzung und Dankbarkeit erhöhen unsere Schwingung - und Kritik senkt sie. Egal also ob wir es Liebe, Freude oder irgendwie anders nennen - Es ist die Fähigkeit, uns gut zu fühlen, die uns in dieser Welt erfolgreich macht!

 

Christoph: Ja! Wundervoll!! Danke Dir sehr! Ok... lass mich mal kurz auf meinen Zettel schauen, wie wir weitermachen... Ah ja: ich war im Januar in Hawai'i, und ich beschäftige mich viel mit Huna und Hawai'i und dabei frage ich mich immer wieder: wieso konnten all diese Ideen gerade dort so gut gedeihen und dort auch überdauern? Denn ich habe den Eindruck, dass diese Ideen, dieser Aloha-Spirit, der Hawaiian Spirit, wirklich den Schlüssel in sich trägt für sehr viele Herausforderungen, die wir aktuell auf der Welt haben. Also was denkst Du, worin liegt der Schatz der Weisheit der Kahunas, diese spezielle Schwingung Hawai'is, von der die ganze Welt aktuell lernen kann? Speziell auch gerade in dieser besondern Situation, die wir jetzt mit dem Corona-Virus haben. Also was können wir jetzt von Hawai'i lernen?

 

Stewart: Ok. Ich möchte gerne Hawai'i einmal der Osterinsel gegenüberstellen. Es gibt drei Eckpfeiler von Polynesien: Neuseeland, Hawai'i und die Osterinsel. Und jeder dieser Orte musste irgendwann lernen, mit seiner Isolation umzugehen. In Hawai'i gibt es, wie Du weißt, sieben bewohnte Hauptinseln. Und auf dieser Insel hier, Big Island, gibt es auch noch verschiedene Sektoren. Und jeder Sektor musste autark und nachhaltig leben. Um das zu erreichen, mussten sie eine Art Code entwickeln, um miteinander klarzukommen. Und ein System, um mit Leuten umzugehen, die nicht miteinander klarkamen. Auf der Osterinsel, sind sie nicht miteinander klargekommen und haben sich gegenseitig bekämpft - und haben im Wesentlichen ihre ganze Kultur zerstört und die Bevölkerung dezimiert. Das hat also nicht funktioniert, war keine nachhaltige Angelegenheit. 

Hawai'i aber war nachhaltig, weil sie dieses System von Aloha entwickelt hatten. Und das heißt, sie haben gesagt: wir müssen uns gut fühlen im Bezug auf die Menschen um uns herum, damit die ganze Gesellschaft funktioniert! Dazu gehört auch etwas, das Ho'oponopono genannt wird. Das war die Technik, die sie verwendeten, um Dinge wieder in Harmonie zu bringen, wenn sie ins Ungleichgewicht geraten waren. Es war einfach sehr wichtig, einen Weg zu kennen, um immer wieder zum Aloha-Spirit zurückzukehren. Zu verzeihen, falls nötig. Dankbar und wertschätzend zu sein. Andere zu unterstützen. Jeden im Herzen zu tragen. Und jedem helfen zu wollen. Denn indem Du jemandem halfst, halfst Du Dir selbst. Das heißt die ganze Gesellschaft funktionierte, weil sie ein System von Aloha gefunden hatten, um ihre Kultur zusammen zuhalten. Es war also zum Großteil auch eine Art Selbstschutz-System - das wir wohl nicht auf der ganzen Welt exakt so anwenden können... aber die Idee dahinter ist, dass wir unseren Herzen treu bleiben und zugleich soviel Liebe und Freude gegenüber anderen fühlen, wie wir können.

 

Christoph: ...und auch gegenüber uns selbst, denke ich. Das ist sehr wichtig, da ja, wie Du schon sagtest, viele Menschen nicht besonders nett sind im Umgang mit sich selbst.

 

Stewart: Ja ganz genau. Sie kennen Freundlichkeit und Mitgefühl gar nicht, weil sie das mit sich selbst gar nicht praktizieren. Sie sind so hart zu sich. Richtig schrecklich. Die meisten Leute sind wirklich hässlich zu sich selbst. Das ist echt schockierend, wenn Du Dir ansiehst, wie schlecht sie sich behandeln. Und wenn sie sich selbst so behandeln, behandeln sie auch andere so. Das muss sich ändern. 

 

Christoph: Ja.

Stewart: Und hier kommt übrigens wieder Freude (engl. pleasure) ins Spiel! Solange wir uns nicht daran erinnern, immer zu schauen, was sich gut anfühlt und was nicht, solange haben wir keinen Kompass, keinen Weg, herauszufinden, ob etwas gut für uns ist oder nicht. Wir müssen das herausfinden auf der Grundlage der Frage, ob es sich gut anfühlt oder nicht. Das ist das einzige, was Sinn macht!

 

Christoph: Ja das ist eigentlich so einfach und zugleich so wertvoll! Frage Dich einfach bei jeder Entscheidung, die Du triffst: fühlt sich das jetzt gerade gut an, oder nicht?

 

Stewart: Ja. Ganz genau.

 

Christoph: Wundervoll... Ok. Eine Sache fällt mir grade noch ein: Es gibt eine alte hawaiianische Geschichte, die "Die Schale des Lichts" heißt. Kennst Du die?

 

Stewart: Ja.

 

Christoph: Kannst Du uns die noch erzählen? Ich finde sie so schön!

 

Möchtest Du wissen, wie's weitergeht? Zum 3. und letzten Teil gehts hier lang!


Mehr über Stewart Blackburn, den "Shaman of Pleasure" findest Du auf seiner Website unter: www.stewartblackburn.com

 

P.S.: Wäre es nicht schön, sich vollkommen wohl zu fühlen und zu fühlen, dass es Dir immer gut geht? Stewarts neuestes Buch, „It’s Time to Come Home“, zeigt einen Weg, um zu dem Gefühl zurückzukehren, in uns selbst zu Hause zu sein. 

Übrigens:

Wenn Du Lust hast, die Wunder von Stewarts Heimat, Big Island, Hawai'i live zu erleben, hast Du dazu  Anfang kommenden Jahres bei unserer Huna-Reise nach Big Island und Kaua'i die Gelegenheit!

Für weitere Infos, einfach auf das Bild klicken. :)


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